Montag, 03. August – schon 15 Minuten vor Beginn unserer Exkursion „Wieviel WINDRAD verträgt ein ‚gesunder‘ Wald!?!?“ war der Parkplatz an der Chartaque voll, standen bereits über 50 Teilnehmer am Sammelpunkt vor der Wegweiser-Tafel und es trafen immer noch Teilnehmer ein.
Nach einer kurzen Ansprache durch unseren Ersten Vorstand Norbert Müller ging es den Richtweg entlang Richtung Mühlbach. Der Richtweg – ein 3 m breiter Schotterweg durch den Hardtwald, den die meisten Eppinger kennen. Mit einem vor der Sonne schützenden Laubdach ist es auch bei großer Hitze ein angenehmer Spazierweg. 8 m Trassierband quer über den Richtweg gespannt veranschaulichten den Teilnehmern deutlich, wie breit der Weg für Bau und Betrieb der Windkraftanlagen werden muss und wie viele Bäume an den beiden Wegrändern der Verbreiterung zum Opfer fallen werden. Welche Auswirkungen Transporte von bis zu 200 t Gewicht (Angabe des Projektierers JUWI speziell zum Windpark Eppingen) und bis zu 120 m Länge auf den Ausbau des Wegenetzes in die Tiefe und in den Kurvenbereichen haben, lässt sich heute noch gar nicht verdeutlichen. Ein nicht befestigter Holzrückeweg brachte uns zum markierten Platz der ersten geplanten Windkraftanlage inmitten seit langem gewachsenen Baumbestandes. Hier wird allein für die Arbeitsfläche (Kranstellfläche, Lager, Montage, usw.) eine Fläche von mindestens 245 m Länge und über 55 m Breite gerodet und teilweise befestigt werden müssen – 1,4 ha (Angabe JUWI). Ein Trassierband von ca. 250 m Länge den Richtweg entlanggespannt veranschaulichte deutlich, wie viel Wald, wie viele Bäume, dafür geopfert werden müssen.

Zum Abschluss des Abends hat unser Vorstandsmitglied Klaus Jost einen kleinen Umtrunk in der nahe gelegenen Trollinger Hütte organisiert. Die Kommentare und Diskussionen der Teilnehmer machten deutlich, wie wenig man sich das tatsächliche Ausmaß der Auswirkungen der Windkraftanlagen auf den Hardtwald vorstellen kann nur anhand von Zahlen.